Erfrischender Sommernachtstraum in traumhafter Naturkulisse
Premiere beim Theater im Steinbruch in Emmendingen
Emmendingen hat „seinen“ Sommernachtstraum“! Viel Beifall der über 250 Premierenbesucher beim „Theater im Steinbruch“, das sich heute Abend erneut als beeindruckende Naturkulisse erwies, die durch bemerkenswerte Lichteffekte eindrucksvoll das Geschehen auf der Spielfläche begeleitet.
Die Inszenierung überrascht, hat viel Esprit, überraschende Gags und verlangt von den Akteuren neben der anspruchsvollen Interpretation ihrer Rollen zum Teil auch sportlich Anforderungen.
Diesen „Sommernachtstraum“ in zum Schluss herbstlicher Atmosphäre zu erleben machte Spaß und lässt vergessen, dass hier eine lokale Amateurtruppe „versucht“ Theater zu spielen. Ein Ensemble, das hohen Ansprüchen gerecht wird und das in der Regio in dieser Spielzeit sicher sein Theaterpublikum finden wird.
Zum Stück:
Shakespeares Sommernachtstraum ist eine Komödie um die Macht der Liebe, die wie eine Naturgewalt über den Menschen hereinbricht, kaum zu kontrollieren, aber anfällig für Manipulationen. Zu Beginn des Stücks spielt die Natur verrückt. Die mächtigen Naturgeister Oberon und Titania tragen einen Ehezwist miteinander aus. Damit nicht genug. In einem Wald bei Athen wirbelt Puck, Oberons koboldhafter Diener, mit Hilfe des Zaubersafts der Blume „Liebestoll“ Titanias Gefühlsleben ebenso durcheinander wie das der vier jungen Athener Hermia, Helena, Lysander und Demetrius. Die vom Liebessaft benebelte Titania verliebt sich in ein wunderliches Geschöpf, halb Mensch, halb Esel. Bei den vier jungen Athenern wiederum wechseln in rascher Folge Liebeswahn und Liebesfrust. Immer wieder treffen, verfolgen und trennen sie sich im nächtlichen Wald.
Erst als Oberon und Puck dem zauberhaften Spuk ein Ende bereiten, finden Titania und auch die Athener wieder zu sich selbst. Letztere kehren in die Stadt zurück zur Hochzeit ihres Fürsten Theseus mit der Amazone Hippolyta. Dieses Hochzeitsfest erlebt mit der Theateraufführung einer Athener Handwerkergruppe noch einen fulminanten Höhepunkt, eine Lachnummer allererster Güte. Bis heute gilt Shakespeares Stück als der unterhaltsamste und vergnüglichste Alptraum der Theaterliteratur.