Das laszive Doppelleben des Dr. Jekyll
Am Freitag feiert das Theater im Steinbruch die Premiere seines Sommerstücks
Dunkle Zuhältergestalten, leicht bekleidete Bordsteinschwalben und ein schizophrener Wissenschaftler: Am kommenden Freitag, 29. Juni, findet im „Theater im Steinbruch“ die Premiere für das diesjährige Sommerstück statt. Unter der Regie von Simone Allweyer führt die 23-köpfige Schauspielgruppe den Stevenson-Klassiker „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ auf. Beginn ist um 20 Uhr.
London, 1888. Beseelt vomWunsch, das Gute und Böse im Menschen physisch voneinander zu trennen, experimentiert der berühmte Arzt und Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll heimlich in seinem Labor. Eher zufällig verwandelt er sich in Edward yde, einer Manifestation seiner dunklen Sehnsüchte, des Bösen und Lasterhaften. In der Folge treibt Mr. Hyde Nacht um Nacht sein Unwesen in den zwielichten und von Gewalt, Kriminalität und Prostitution geprägten Gassen Londons. Immer kürzer werden dabei die Abstände seiner Verwandlungen, welche Dr. Jekyll akribisch in seinem Tagebuch niederschreibt. An die Eskapaden Hydes hat Jekyll selbst keine Erinnerung, doch das Experiment entgleitet ihm zusehends. Schon bald gerät sein dunkler Doppelgänger durch Skrupellosigkeiten in den Fokus der Polizei. Besorgt sucht Jekylls Freund John Utterson Hilfe bei einem ihm bekannten Doktor aus Österreich. Doch die Zeit wird knapp. Jekyll verwandelt sich bereits unkontrolliert. Können Hydes Pläne noch durchkreuzt werden?
„Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ist die bekannte Novelle von Robert Louis Stevenson aus dem Jahr 1886, die durch das wahre Doppelleben des schottischen Kunsttischlers William Brodie (1741 bis 1788) inspiriert wurde: tagsüber ein tugendhafter Vorzeigebürger, nachts ein Krimineller, der Einbrüche beging. In der für das „Theater im Steinbruch“ eigens geschriebenen Bearbeitung von Clemens Allweyer erwartet die Besucher neben den bekannten Protagonisten viel augenzwinkernder Humor gepaart mit rasanter Action um Laster, Liebe und Leidenschaft. Bis zum 11. August wird das Stück insgesamt 16 Mal aufgeführt.