Von Woody Allens Ideen inspiriert

Theater im Steinbruch spielt in der CineMaja sein Winterstück

In wenigen Tagen startet die Aufführung des Theaterstücks „Spiel’s nochmal, Sam“ des amerikanischen Regisseurs Woody Allen. Die Amateurschauspieler des Theaters im Steinbruch haben ihr Winterstück witzig und turbulent inszeniert.

Das Team um die Regisseurin Simone Allweyer steckt in den letzten Vorbereitungen und begeistert bereits bei der Probe. Wie eine Geisterbeschwörung klingt es, wenn Benedikt Bachert (Emmendingen) mit den Schauspielern Stimmbildung übt: „Hummm“, „hammm“, „himmm“. „Nehmt einen bequemen Stand ein, der Körper muss locker sein. Offene Brust, offener Rücken, damit die Luft gut fließen kann“. Dann setzt er zur Sprechübung an: „Hole Heinrich hier hohe Halme“, „Klip Plap Blick Glick“. Außerdem gibt er Tipps zur richtigen Aussprache: „Achtet darauf, dass ihr Wörter mit ’ig’ am Ende als ’ch’ richtig aussprecht“. Auch die Regisseurin Allweyer erinnert das Theaterensemble an die richtige Artikulation. „Denkt an die Laute und sprecht deutlich – vor allem in turbulenten Szenen“.

Für die Probe wird das Stück von Anfang bis Ende einmal durchgespielt, zwischendurch flüstert die Regisseurin den Schauspielern kleine Anmerkungen zu. Wichtig seien ihr in den letzten Proben vor allem Subtexte, Aussprache und Rhythmus. Um die Gruppe auch in späten Abendstunden fit zu halten und die Atmosphäre aufzulockern, ergänzt Allweyer die Probe mit Energizern (Aktivierungsspiele), die die Konzentration steigern und wach machen. „Schüttelt und klopft eure Arme, Beine, Oberschenkel und Füße“. Es folgt eine schnelle La Ola-Welle. Danach stellen sich die Schauspieler in einer Reihe auf und massieren die Schultern des Vordermannes.

„Seit Oktober proben wir dreimal in der Woche“, erzählt Allweyer. Die Probe läuft flüssig ohne Hänger, nur noch einzelne Lichteinstellungen und organisatorische Fragen sind zu klären. Wer braucht noch Plakate zum Aufhängen? Wo sind für den Fall der Fälle Aspirintabletten? Stimmt die Farbe des Jacketts? Letzte Tipps gibt’s auch für die Tangoszene zwischen „Linda“ und „Allan“.

Improvisation bei unerwarteten Hindernissen gehört ebenfalls zu den Proben. Anja Futterer, die im Stück die Gina und eine Discobekanntschaft spielt und sich sehr schnell umziehen muss, kann nicht pünktlich zu einer Discoszene erscheinen. „Ich kam nicht in den Theatersaal, weil die Hintertür verschlossen war“, schmunzelt sie. Macht nichts, dann springt eben schnell die Kollegin ein und schwingt stattdessen auf der Cine-Maja-Bühne die Hüften. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, freut sich Simone Allweyer. Besonders wichtig ist ihr die Botschaft des Stücks: „Sei du selbst, dann ergibt sich das mit den Frauen von ganz alleine“. Denn das Stück entwickelt seine Dynamik, weil laut Inhalt Allan Felix (Gunter Hauß), ein Filmkritiker und Fan von „Casablanca“, allerhand Probleme mit Frauen hat. Wie sich das Szenario entwickelt, dürfte dem Publikum viel Vergnügen bereiten.