Theater im Steinbruch lädt ins „Weiße Rössl“ am Wolfgangsee
Das Singspiel hat am Freitag um 20 Uhr Premiere
Im Theater im Steinbruch, der beliebten Freilichtbühne in der Steinstraße, beginnt an diesem Freitag mit der Premiere des Singspiels „Im Weißen Rössl“ die Spielzeit 2009. In diesem Jahr müssen sich die Zuschauer auf einige Änderungen einstellen: Zum ersten Mal hat das Abendstück an einem Freitag Premiere. Ab dem darauffolgenden Wochenende wird dann bis zum 8. August an sämtlichen Samstagen gespielt. Weitere Freitags-Aufführungen gibt es am 3., 10. und 31. Juli sowie am 7. August. Am 15. und 22. Juli sowie am 5. August ist das Stück zudem auch mittwochs zu sehen. Eine weitere Neuerung betrifft die Uhrzeit: In diesem Jahr beginnen die Vorstellungen jeweils schon um 20 Uhr, Einlass ist entsprechend ab 19 Uhr.
Auch im künstlerischen Bereich betritt das Theater Neuland: Da große Teile des „Weißen Rössls“ singend vorgetragenwerden, besuchen die Schauspieler seit vergangenem November Gesangsunterricht. Und es ist schon bemerkenswert, was die Laiendarsteller stimmlich so alles auf die Bühne bringen. Die musikalische Begleitung übernimmt eine fünfköpfige Combo (Schlagzeug, Bass, Piano, zwei Trompeten), die aus der Freeky Big Band von ehemaligen Absolventen der Markgrafenschule hervorgegangen ist. Für die Musiker wurde am Rande der Bühne, dort, wo im vergangenen Sommer Jim und Lukas zum Gurumusch-Magneten hinabkletterten, ein eigener kleiner Pavillon errichtet. Dies ist nur eine von vielen Konstruktionen im Bühnenbild, die das Team um Volker Bachert und Michael Kraus in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden auf die Beine gestellt hat.
Die Handlung, die in einem Hotel am Wolfgangsee im Salzkammergut spielt, dürfte den meisten Zuschauern bekannt sein. Der Zahlkellner Leopold hat sich in seine Chefin Josepha verliebt. Die fühlt sich aber eher ihrem Stammgast Dr. Siedler zugetan. Dieser wiederum macht Ottilie, der Tochter eines Berliner Trikotagenfabrikanten, den Hof. Und auch die weiteren Personen entwickeln unvorhergesehene Zuneigungen. Damit am Ende die richtigen Paare zusammenfinden, bedarf es einer Reihe turbulenter Ereignisse. Gegen Ende tritt sogar der greise Kaiser Franz-Joseph persönlich auf den Plan.
Die vielen bekannten Melodien des Komponisten Ralph Benatzky und die pointenreichen Wortwechsel garantieren einen vergnüglichen Abend in der lauschigen Atmosphäre des ehemaligen Steinbruchs. Regie führt erstmals Isabell Steinbrich. Die musikalische Leitung hat Andrea Rembold inne.
Wie in jedem Jahr gibt es im Theater im Steinbruch neben dem Abendstück auch ein Kinderstück. Dieses Mal zeigt die Truppe unter der bewährten Regie von Simone Allweyer die Abenteuer von „Bill Bo und seiner Bande“. Das Kinderstück hat eine Woche später, am Sonntag, 28. Juni, Premiere und wird bis zum 2. August insgesamt zehnmal aufgeführt.