Vampire bringen ein Besucher-Plus

Das Theater im Steinbruch ist mit der Saison sehr zufrieden

Die Bilanz der Freiluftaufführungen des Theaters im Steinbruch kann sich sehen lassen. 2700 Besucherinnen und Besucher kamen zu den 13 Aufführungen von „Dracula“, 3200 zu den 12 Aufführungen des Kinderstücks „Der kleine Vampir“. Damit, so Clemens Allweyer, Hauptdarsteller, Stückeschreiber und Vorstandsmitglied des Vereins, seien es insgesamt 650 Besucher mehr gewesen als im vergangenen Jahr. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Resonanz des Publikums war recht gut.“

Mit dazu beigetragen habe allerdings auch die Entwicklung des Wetters. Lediglich eine Aufführung von „Dracula“ musste ausfallen, alle anderen gingen ohne Abbruch über die Bühne, wenngleich das eine oder andere Mal gar schwere Gewitter vorhergesagt worden waren, die dann glücklicherweise ausblieben. Allweyer: „Im Vergleich zum vergangenen Jahr war das Wetter unterm Strich besser, wärmer, angenehmer.“ Noch keine klare Aussage könne jedoch zum finanziellen Ergebnis der Spielsaison getroffen werden, da genaue Zahlen noch nicht vorlägen. Dennoch wagt Allweyer die Prognose, dass der Finanzplan für 2009 abgesichert sei. Der sich abzeichnende Überschuss gebe Spielraum für neue Investitionen (bekanntlich hat der Verein alleine in diesem Jahr annähernd 100 000 Euro in eine neue Toiletten- und Kassenanlage gesteckt).

„Wir sind dran an der Suche nach neuen Stücken“, beantwortet Allweyer die Frage nach den Plänen für 2009. Es gebe zwar bereits Vorstellungen, doch die seien momentan „noch nicht spruchreif“. Ein Beirat der Spieler treffe eine Vorauswahl, die jedoch vom Vorstand abgesegnet werden müsse. Klar sei aber, dass es im Januar zum ersten Mal nach drei Aufführungen für Kinder (2003: Maschi-Maschine, 2005: Kikerikiste und 2006: Angstmän) erstmals im Januar 2009 ein Winterstück für Erwachsene geben werden. Dann wird im Festsaal des Zentrums für Psychiatrie in Emmendingen die Komödie „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ von Joao Bethencourt gespielt.

Was fiel sonst noch auf in der Saison 2008, die am 6. September, 20.30 Uhr, im Steinbruch (wie gewohnt) mit Musik der Gruppe The Clap ausklingen wird? Drei Dinge nennt Allweyer: Zunächst einmal „eine nette Begebenheit“. Bei einer der Vorstellungen von „Der kleine Vampir“ flatterten tatsächlich echte Fledermäuse über die Spielstätte. „Sie müssen sich heimisch gefühlt haben“, meint Allweyer. Etwas anderes sei vielleicht eher „müßig“, da es sich alljährlich wiederhole. Viele Zuschauer setzten auf gutes Wetter während der letzten Vorstellungen. Doch das bereite dann mitunter Probleme, alle Gäste unterzubringen.

Zur „Entzerrung“ wünscht sich Allweyer eine etwas gleichmäßigere Verteilung des Interesses auf alle Vorstellungen. Und schließlich hat er so etwas wie eine Entschuldigung parat: Da in diesem Jahr viel Musik drin gewesen sei, sei bestimmt „der eine oder andere Ton verrutscht“. Doch was von vornherein klar gewesen sei, sollte nicht zu eng betrachtet werden. Schließlich dürfe in ein schräges Stück auch ein schräger Ton hineingeraten.