„Spannend und wahnsinnig witzig“

BZ-INTERVIEW mit Simone Allweyer, Regisseurin des “Angstmän”, der am Samstag Premiere hat

Das “Theater im Steinbruch” führt auch in diesem Jahr wieder ein Winterstück für große und kleine Kinder auf: “Angstmän” von Hartmut El Kurdi. Regie führt Simone Allweyer, die im vergangenen Jahr zusammen mit ihrem Mann den Kulturpreis der Stadt Emmendingen erhalten hat. Sylvia-Karina Jahn sprach mit ihr.

BZ: Im Frühjahr und Sommer üben und proben Sie für die Freilichtsaison des “Theaters im Steinbruch”, dann gibt es eine kleine Herbstpause und die Wintersaison beginnt auch schon. Ganz schön stressig – warum tut man das, kommt man überhaupt zum Luftholen?
Allweyer: Ein bisschen ist das Theaterspielen wie eine Sucht – das ist schon so. Andere joggen wie die Wilden durch den Park.
BZ: Seit wann proben Sie für “Angstmän”, und wie groß ist der Zeitaufwand?
Allweyer: Wir proben seit Anfang November dreimal die Woche. Das hat die Beteiligten anfangs etwas erschreckt, aber es ist doch eine sehr kurze Zeit, weil ja die Weihnachtspause dazwischen liegt. Es macht sehr viel Spaß mit einem so kleinen Ensemble, man hat wenig organisatorischen Aufwand.
BZ: Was hat Sie und die Schauspieler (Simone Bruder, Gunter Hauß und Michael Schäfer) an diesem Stück so gereizt, warum wurde es ausgewählt?
Allweyer: Der Tipp stammt von einer Mutter, deren Kind im Kinderstück mitgewirkt hat. Ich habe mir die CD angehört und war begeistert, vom Sprachlichen, von dem Witz – ich konnte es mir sofort auf der Bühne vorstellen. Dann habe ich es Gunter Hauß gezeigt, der hat nur gefragt: ’Wann inszenierst du das?’ Das Stück ist spannend, wahnsinnig witzig, es enthält Gefühle und ist meines Erachtens lehrreich für Kinder. Teilweise ist es auch ein bisschen gruselig – deswegen sagen wir, es ist für Kinder ab sieben Jahren geeignet.
BZ: Also ein Stück mit pädagogischem Nutzen, aber ohne erhobenen Zeigefinger?
Allweyer: Ich würde sagen ja, denn es ist ja sehr lustig. Und es befasst sich mit der Problematik von Kindern, die allein zu Hause sind, Angst im Dunkeln haben: Wie geht man damit um? Die kleine Jennifer im Stück schafft sich ihre Fantasiewelt.
BZ: Worauf dürfen sich die Zuschauer besonders freuen?
Allweyer: Auf einen vergnüglichen Nachmittag mit viel Spannung; ich finde, die Drei, unser Tontechniker Michael Kraus und meine Regieassistentinnen Steffi Bruder und Alexandra Wipfler machen es ganz toll. Auch gibt es ein kleines Musikstück, das der “Entenmann” Michael Bach für uns geschrieben hat.
BZ: Steht schon fest, was das Theater im Steinbruch im Sommer spielen wird?
Allweyer: Im Prinzip ja, aber damit muss sich noch der Vorstand befassen – und vorher wird nichts verraten!

Angstmän, Kinderstück des Theaters im Steinbruch; Premiere morgen, Samstag, 15 Uhr in der Festhalle des ZPE. Weitere Aufführungen sind am 15., 21. und 22. Januar, immer 15 Uhr. Vorverkauf bei Optik Wipfler oder Reservierung unter www.theater-im-steinbruch.de