„Der Applaus ist ganz toll“

BZ-INTERWIEV mit dem ältesten und jüngsten Darsteller des Kinderstücks „Lippels Traum

Am Sonntag hat das Theater im Steinbruch Premiere mit seinem Kinderstück, „Lippels Traum“ von Paul Maar. Sylvia-Karina Jahn sprach mit der jüngsten und dem ältesten Jugendschauspieler, Amelie Wegner (6) und Jonathan Vöhringer (17).

BZ: Wie lange spielt ihr schon Theater?
Amelie: Ich spiele das erste Jahr mit.
Jonathan: Seit sieben Jahren, soweit ich weiß. Aber ich kann mich nicht mehr an alle Stücke erinnern.
BZ: Wie seid ihr zum Theaterspielen gekommen?
Amelie: Mein großer Bruder spielt schon seit vier Jahren mit, da wollte ich es auch mal ausprobieren.
Jonathan: Ich war damals im Kinderhort, und eine Erzieherin meinte, ob ich nicht Lust hätte, Theater zu spielen. Erst habe ich mich ein bisschen geziert, aber dann bin ich doch dabei geblieben.
BZ: Theater spielen macht aber auch eine ganze Menge Arbeit, ihr müsst beispielsweise eure Rollen lernen, viel proben – warum bleibt man da bei der Stange?
Jonathan: Es ist ein Hobby, das Spaß macht. Es macht viel Spaß, vor den Leuten zu stehen, und der Applaus am Schluss ist ganz toll. Das Schöne: Es ist immer wieder etwas Besonderes, keine Routine.
Amelie: Es ist einfach schön, es macht Spaß, und ich habe viele neue Kinder kennen gelernt. Und ich muss ganz viel singen, fast alle Lieder!
BZ: Welches war eure schönste Rolle?
Jonathan: Das waren eigentlich zwei Rollen, das kleine Gespenst und der Blechmann. Beim Blechmann fand ich es toll, dass er irgendwie schnulzig, wie mit einer rosa Brille, durch die Welt tappt. Und das Gespenst hat Spaß gemacht, weil es eine fetzige Rolle war, sehr lebendig.
Amelie: Ich spiele Schülerin und Zuschauerin.
BZ: Was habt ihr für Pläne für die Zukunft – spielt da das Theater eine Rolle?
Jonathan: Jetzt will ich erst mal mein Abitur machen, also werde ich sicher noch zwei Jahre beim Theater im Steinbruch spielen, solange ich hier wohne. Wie es dann im Studium wird, weiß ich noch nicht. Meine Berufspläne hat das Theaterspielen nicht beeinflusst, obwohl ich mal eine Zeitlang Tontechniker werden wollte. Aber ich denke, es ist in jeder Lebenssituation gut, Theater spielen zu können.