Kurzweiliger Theaterspaß im Emmendinger „Theater im Steinbruch“
Glanzvoller hätte die Premiere im Theater im Steinbruch am Samstag nicht sein können: Sommerliche Temperaturen und etwa 250 Besucher, die an einem nie langweiligen Stück sichtlich ihr wahres Vergnügen hatten.
Die Wartezeit bis zum Beginn der Vorstellung verkürzte bei Sekt und Käsehäppchen ein fünfköpfiges Ensemble der Stadtmusik. Als die Gäste ihre Plätze eingenommen hatten, marschierte der Fanfarenzug „Hachberger Herolde“ mit Michael Bockstahler an der Spitze ein und sorgte für einen ersten „Paukenschlag“ in dem Freichlichttheater. In seiner Begrüßung versäumte es Hans-Joachim Wipfler (stellvertretender Vorsitzender) nicht, allen 13 Darstellern, Regisseur Tom Lauer sowie allen Helfern vor und hinter den Kulissen zu danken. „Das Theater im Steinbruch ist längst zu einer touristischen Bereicherung für Emmendingen geworden. Hier wird Theater auf höchstem Niveau gespielt.“, bekräftigte OB-Stellvertreter Joachim Saar, der Wipfler eine Flasche Stadtwein überreichte.
Das humorvolle und kurzweilige Boulevardstück „Die blaue Maus“ von Carl Laufs und Curt Kraatz spielt in den 50er Jahren in Österreich. Die Story ist einfach jedoch raffiniert gestrickt. Martin Werner, brillant gespielt von Hans Bürkin, gaukelt seiner Ehefrau (Kathrin Holz) und seinem Schwiegervater (Clemens Allweyer) vor, dem Bund der Artusritter beigetreten zu sein. Stattdessen vergnügt er sich mit Freund Gustl Laufer (Michael Schäfer) im Nachtclub „Blaue Maus“. Erst als einige echte Artusritter, eine Jugendfreundin des Schwiegervaters und dessen angebliche „uneheliche Tochter“ auftauchen, fliegt der Schwindel allmählich auf. Wie alles doch noch zu einem „Happy End“ führt, wird natürlich nicht verraten, schließlich gibt es noch 13 weitere Aufführungen des Lustspiels. Ein Theaterspaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Zuschauer zeigten sich angetan vom schauspielerischen Können der Darsteller. Die nächste Gelegenheit ergibt sich am kommenden Samstag (20.30 Uhr). Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende Clemens Allweyer bei allen Darstellern und Helfern im Hintergrund und verteilte allerhand Präsente.