Sommersaison Theater im Steinbruch

Sommer, Sonne, Open-Air! Also nicht vergessen: Auch das Theater im Steinbruch öffnet wieder seine Pforten

Auf die malerische Bühne aus Felsen, Wasser und Grün bringt der Verein 2004 Johann Nepomuk Nestroys „Einen Jux will er sich machen” in einer Bearbeitung und unter Regie von Thomas Lauer. Mit einem Aufgebot von fast 40 Akteuren zeigt Simone Allweyer außerdem für Kinder „Peter Pan oder das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte”. Der Weltklassiker des Schotten Sir James Matthew Barrie wurde vor genau 100 Jahren im Londoner Duke of York`s Theatre uraufgeführt und liegt in deutsch von Erich Kästner vor. Eine gute Unterhaltung scheint damit garantiert, aber lesen Sie selbst…

Einen Jux will er sich machen
Da wird der immer redliche Angestellte Weinberl (Hans Bürkin) zum Teilhaber eines Geschäftes für vermischte Waren ernannt und schon juckt es ihn, endlich mal etwas Verbotenes zu tun – als wenn es zum Erwachsenwerden dazugehörte, auch mal die andere Seite kennen gelernt zu haben. Und was als einfacher „Jux” beginnt, entwickelt sich sehr schnell zum verzwickten Verwechslungsspiel – oder Drama, um Liebe, Lüge, Leidenschaft!

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Klingender Saisonauftakt
Mit Ausschnitten aus Musicals wie „Das Phantom der Oper” und „Jesus Christ Superstar” startet das Theater im Steinbruch unter Mitwirkung des Stadtmusikvereins Emmendingen mit voller Energie in die Spielsaison 2004. Unter der Leitung von Stefan Rinklin werden Bläser und einzelne Sänger die steinerne Kulisse samt Gästen zum Klingen bringen. Karten für die Musicalnacht, die ergänzt wird durch Darbietungen der Ballettschule Schöne und einer Modepräsentation Emmendinger Einzelhandelsgeschäfte, sind im Vorverkauf erhältlich bei Augenoptik Wipfler.

Hinter den Kulissen
Christine Devic sprach mit Clemens Allweyer, dem 1. Vorsitzenden des Theatervereins.

f&k: Theater im Steinbruch e.V., was steckt hinter diesem Namen?
Allweyer: Das Theater im Steinbruch Emmendingen e.V. ist eine Amateurbühne in der Form eines Freilichttheaters, welches zentrumsnah in Emmendingen in einem ehemaligen Steinbruch angesiedelt ist. Der Verein wurde 2002 gegründet und führt seither jeden Sommer ein Freilichtstück für Erwachsene und eines für Kinder auf. Das Theater hat 300 Sitzplätze, davon 160 überdacht.
f&k: Wie sieht die Arbeit in einem Amateurtheater – zwischen beruflichen Verpflichtungen und leidenschaftlichem Hobby als Schauspieler – konkret aus?
Allweyer: Wie jedes andere Hobby auch, kann das Theaterspielen bei einer Amateurbühne nur in der Freizeit ausgeübt werden. Proben können daher immer erst nach Feierabend der jeweils betroffenen Personen und an den Wochenenden durchgeführt werden. In der letzten Phase bleibt für alle Aktiven kaum noch Zeit für andere Freizeitaktivitäten. Dafür wird man dann durch das Lob und den Applaus eines treuen Publikums entschädigt.
f&k: Bühne, Kostüme, Ton, Licht… Wer besorgt die vielen Dinge im Hintergrund?
Allweyer: Außer dem Vorstand und der Schriftführerin gibt es Ressortleiter für Technik und Bühnenbau, Kostüme, Öffentlichkeitsarbeit und Spielbetrieb, so dass für einzelne Bereiche Verantwortliche vorhanden sind, die ihrerseits wiederum Aufgaben delegieren können. Erforderliches technisches Gerät für Ton oder Beleuchtung und Material für den Bühnenbau wird in der Regel gekauft. Bei den Kostümen wird ein Teil selbst gefertigt, ein anderer insbesondere über das Stadttheater Freiburg gegen Gebühr ausgeliehen. Requisiten werden entweder ausgeliehen, gekauft oder selbst gefertigt.
f&k: Wie lässt sich ein solches Projekt heutzutage finanzieren?
Allweyer: Die Aufwendungen für die Stückproduktionen finanzieren sich im Wesentlichen aus Eintrittsgeldern und dem Verkauf von Getränken und Speisen bei Vorstellungen sowie einem Zuschuss des Landes Baden-Württemberg für den Spielbetrieb. Hinzu kommen Mitgliedsbeiträge und Spenden. Zuschüsse der Stadt und des Kreises wurden aufgrund der finanziellen Situation der Kommunen und Kreise gestrichen. Beim Landeszuschuss ist nicht abzusehen, wie lange er noch gewährt wird. Mit Kürzungen ist in jedem Fall zu rechnen.
f&k: Vielen Dank für das Gespräch und eine erfolgreiche Spielzeit.