Maschine geklaut

Kindertheater in Emmendingen: Komik pur

Wie entsteht eigentlich Theater? Dazu muss man keine trockene Abhandlung lesen. Viel mehr Spaß macht Groß und Klein ein Besuch beim Kindertheater des „Theaters im Steinbruch“, das am Wochenende das Stück „Maschimaschine“ von Paul Maar (der „Sams“-Vater) aufführt.

Denn wenn sich der Vorhang hebt, ist dieses Stück noch lange nicht fertig, es fehlt einfach an allem: am Bühnenbild, an der Geschichte, an der Musik . . . Doch nicht etwa, weil die Akteure unter der Regie von Simone Allweyer so nachlässig geprobt hätten, sondern weil es der Autor so will. Die Story geht so: Vier Kinder denken sich eine spannende Geschichte für Kinder aus – von einer Supermaschine, die drei Professoren bewachen sollen und die ein Bösewicht zu stehlen versucht. Die Rollen sind schnell verteilt, es wird inszeniert und improvisiert – doch dann passiert einiges Unvorhergesehene. Der „Bösewicht“ wird wirklich böse und klaut eine richtige Supermaschine, die in unkundiger Hand zu umwerfend komischen Ergebnissen führt.

Es ist ein Stück, das mit viel Tempo und Spritzigkeit besticht und darüber hinaus eine Unmenge Situationskomik bietet. Die Schauspieler, 16 bis 29 Jahre jung, sind Amateure – doch haben sie schon etliche Jahre Bühnenerfahrung, im Kinder- und Erwachsenentheater des „Theaters im Steinbruch.“