Neue Stücke, neues Bühnenbild
Das Theater im Steinbruch präsentierte sein Gelände, informierte über Änderungen und warb für die Premieren Ende des Monats.
Mehrere hundert Besucher waren am Sonntag zum Tag der offenen Bühne in das Theater im Steinbruch gekommen. „Ich bin rundum zufrieden“, sagte Hans-Joachim Wipfler, der Vorsitzende des Theatervereins. „Es gab sehr interessante Gespräche. Es ist ein Verein, der funktioniert.“ Am Nachmittag gab es Kostproben der beiden neuen Stücke „Dornröschen − Verflixt und zugeheckt“ und „In 80 Tagen um die Welt“ zu sehen.
So gut wie alle Vereinsmitglieder waren vor Ort: beim Ausschank, bei Führungen oder beim Glücksrad. Mit der Herausgabe und Verteilung der vereinseigenen Broschüre in einer Auflage von 64 000 Stück vor einer Woche war die Freiluftsaison eingeläutet worden. Im Mittelpunkt am Sonntag standen die beiden neuen Theaterstücke „Dornröschen – Verflixt und zugeheckt“ für Kinder und „In 80 Tagen um die Welt“ für Erwachsene.
Das Kindertheaterstück hat Gert Richter nach dem Märchen der Gebrüder Grimm geschrieben. So wie der Untertitel es vermuten lässt, handelt es sich um eine gehörig entstaubte Fassung mit neuen schrulligen Charakteren. Die Regie führt Isabell Steinbrich.
Unter Regie von Benedikt Bachert wird außerdem das Abenteuerstück „In 80 Tagen um die Welt“ von Claus Martin nach dem Roman von Jules Verne aufgeführt. In diesem geht der der exzentrische Engländer Phileas Fogg im 19. Jahrhundert eine Wette ein, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, für die er sein gesamtes Vermögen aufs Spiel setzt – und bei der ihm als schnellere Fortbewegungsmittel nur Eisenbahn, Schiff oder ein Ballon dienen.
Bei der Premiere von „Dornröschen“ gibt es für jedes Kind, das sich als Prinzessin oder Prinz verkleidet, ein Eis. Unter den Zuschauern beim Erwachsenenstück werden bei der Premiere zwei Freikarten für den Europa-Park verlost. Darauf machte am Sonntag auch Clemens Allweyer im Kostüm von Prinz Eduard bei seinen Führungen durch das Theatergelände aufmerksam. Wichtigste Neuerung ist das Bühnenbild, zwei Treppenaufgänge, die mit einer Brücke verbunden sind. Sie bildet auch die Kulisse für den reisenden Phileas Fogg, der an 70 verschiedenen Orten vorbeikommt. „Der Ortswechsel kann mit der Brücke besser angedeutet werden“, sagte Allweyer. Die rechte Bühne bleibt, wie sie ist, nur bei der linken wurde die Freifläche vergrößert. Für diese Saison muss das alte und beengte Holzgebäude für Umkleide und Maske noch reichen. Im September soll ein neues Holzgebäude für Umkleide und Maske mit Dusche und Toiletten entstehen.
Viele der Kostüme stammen aus Ötigheim bei Rastatt. Das dortige Freilufttheater mit 4000 Sitzplätze hat einen großen Fundus. Am Sonntag saß im Theater im Steinbruch Karin Sulzberger an der Nähmaschine und fertigte Kniebundhosen für drei Gärtner an, die in „Dornröschen“ mitspielen werden. „Manche Sachen müssen angepasst und aufgehübscht werden“, sagte sie und verwies darauf, dass bei ausgeliehenen Kostümen alle Änderungen wieder rückgängig gemacht werden müssen. „Es ist aber auch nett, den Kontakt zu anderen Bühnen zu pflegen.“