Gelungene Werbung für die aktuelle Theatersaison

Der „Tag der offenen Bühne“ im Theater im Steinbruch an Christi Himmelfahrt war sehr gut besucht

Die Vorbereitungen für die diesjährige Theatersaison im Steinbruch laufen längst auf vollen Touren. In anderthalb Wochen, am 15. Juni, feiert das Kinder- und Jugendstück „Igraine Ohnefurcht“ bereits Premiere. Das Abendstück „Sherlock Holmes: Tod im Nebel“ ist eine Woche später an der Reihe. Beim „Tag der offenen Bühne“ an Christi Himmelfahrt konnten Interessierte auch hinter die Kulissen blicken.

Das Wetter war prächtig und so stellten sich viele Besucher auf dem Vereinsareal in der Steinstraße ein. Ein Bläserensemble der Stadtmusik umrahmte den Auftakt. Bei den anschließenden Führungen gewährte Theater-Urgestein Clemens Allweyer den Gästen einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Freilichtbühne. Allweyer informierte auch zur Vereinsgründung 2002 und zu den kostenintensiven baulichen Maßnahmen, die seither fast ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert wurden. „Wir spielen bei den Stücken mit“, erklärt Tontechniker Michael Kraus, der mit seinem Kollegen Frank Müller für die anspruchsvolle Licht- und Tontechnik verantwortlich ist. Acht Lautsprecher sorgen für „satten“ Sound aus allen Richtungen. Mit 20 Scheinwerfern mit weißem Licht und acht Scheinwerfern mit farbigem Licht werden die Abendstücke gekonnt in Szene gesetzt. Von der Licht- und Tontechnik ging es zum Bühnenbau, wo Kulissen und Requisiten hergestellt beziehungsweise gelagert werden. interessant war auch der Besuch in der Maske, insbesondere für die kleinen Gäste. Diese konnten sich von den Maskenbildnerinnen des Theaters schminken lassen. Danach ging’s zur Nähstube. Beeindruckend, was die Ehrenamtlichen vor Ort leisten. Höhepunkt des Aktionstages waren die offenen Proben. Die Tribünen waren gut besetzt. Dabei konnten die Besucher Regisseur Rob Doornbos aus Karlsruhe, der eigens für das Erwachsenenstück engagiert wurde, bei der Arbeit über die Schulter schauen. Benedikt Bachert, der in den vergangenen Jahren Regie führte, legt derzeit eine schöpferische Pause ein. Doornbos und das 17-köpfige Amateurensemble nahmen die Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins London der 1920er-Jahre. Sherlock Holmes und sein treuer Gefährte Dr. Watson sind einem mysteriösen Mord auf der Spur und geraten dabei selbst in die Schusslinie. „Theater ist ein Spielplatz, auf dem wir uns gemeinsam austoben“, erklärte Doornbos und verstand es geschickt, das Publikum in die Proben einzubinden. Direkt im Anschluss zeigte das 27-köpfige Kinder- und Jugendensemble unter Regie von Lukas Kadlec und Lorenz Allweyer einen Auszug aus dem Abenteuerstück „Igraine Ohnefurcht“ nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke.