Emmendinger Theater im Steinbruch hat Premiere in Teningen

Am Freitag, 7. Februar, findet die Premiere des Theaters im Steinbruch statt. Wie das wird? Unterhaltsam! Ein Probenbesuch.

Am Freitag hat das Theater im Steinbruch Premiere mit dem Stück „Ganze Kerle“ von Kerry Renard. Darin beschließen vier Paketboten vom „SPD“, dem Südbadischen Paketservice, Geld für eine Operation zu sammeln, die das Augenlicht der Tochter ihres Chefs retten soll. Ihre Idee: eine Travestieshow. Und da es eine Komödie ist, gibt’s viele Verwicklungen und Überraschungen.

Wie wird’s bei den „Ganzen Kerlen“?
Mit Sicherheit mitreißend, lustig und zum Tränen lachen, ohne dass das Stück in platten Klamauk verfällt. Selbst etwas Lokalkolorit hat das Team eingebaut. Schon beim Besuch der ersten Durchlaufprobe – so nennen die Theaterleute eine Probe „am Stück“, nachdem zuvor die einzelnen Szenen geprobt wurden – fällt das Fotografieren schwer: Wortwitz und Situationskomik machen viel zu oft eine ruhige Kamerahaltung zunichte!

Warum sollte man hingehen?
Weil das Team zu dem Stück passt wie die Faust aufs Auge – als hätte es die Kanadierin für die Schauspieler des Theaters im Steinbruch geschrieben. Weil sie völlig in ihren Rollen aufgehen und wie immer an Kleinigkeiten feilen, bis alles passt – von der Show über die Schminke bis zum Schuh. Weil das Stück einen rundum vergnüglichen Abend verspricht – und mehr.

Was ist das „Mehr“?
Es ist – ohne erhobenen Zeigefinger – zugleich eine Geschichte von Freundschaft, Menschlichkeit und Zusammenhalt, gegen Ausgrenzung und Vorurteile.

Was sagt das Team zum „Stöckeln“?
Das Tanzen auf den Highheels sei für die „Ladys“ im Ensemble sehr schnell kein Problem gewesen, sagt Regisseurin Simone Allweyer. Da gab’s mehr Probleme mit den Schuhen – einige hielten der Belastung der vielen Tanzproben nicht stand und mussten zur Überholung in die Schuhmacherwerkstatt Bär.

„Für mich ist das Gehen in Highheels eher kein Problem und ich habe sogar Gefallen daran gefunden… Was mir eher zu schaffen macht, ist das Rasieren der Beine und das Tanzen mit Perücke“, sagt Karl-Heinz Knackig (Künstlername Michelle Surprise) alias Michel Köllermann, dessen Rolle nachträglich eingefügt wurde – um eine Umzieh – und Schminkpause zu überbrücken. Der Chef im Stück, Frank Kollmann alias Clemens Allweyer, sagt: „Mit Damenschuhen zu laufen ist nicht das Problem, aber Nylonstrümpfe gehen gar nicht!“ Manuel Rodrigues, alias Lukas Kadlec hat auch keine Probleme mit High Heels. Er sagt: „Mir ist bei dieser Produktion wieder aufgefallen, wie gut (auch) Männer in Kleidern aussehen.“ Ellen Löwitzsch alias Jasmin Baumgratz trainiert die Jungs und hält sich an ein Textzitat: „Es hat niemand gesagt, dass es leicht sein würde, eine Frau zu sein. Dafür hat Gott nur die Besten ausgewählt.“

Noch Fragen? Dann auf zu den „Ganzen Kerlen“!