Auch Petrus war ein Detektiv
Gelungene Premiere des Kinderstücks im Steinbruch
Bis zum Schluss bangte das Schauspielteam des Theaters im Steinbruch am Sonntag um seine Premiere des diesjährigen Kinderstücks „Emil und die Detektive“. Aber Petrus schien eine Schwäche für den Autor Emil Erich Kästner zu haben und ließ dann doch noch den Himmel aufreißen, sodass die Premiere wie geplant stattfinden konnte.
Das bis heute in 59 Sprachen übersetzte Werk Kästners ist geprägt von autobiografischen Elementen, was nicht zuletzt durch den Namen der Hauptfigur ersichtlich ist: Wir sind im Jahr 1929 in Berlin. Der Junge Emil Tischbein ist von Neustadt in die Hauptstadt gereist, um seiner Oma Geld zu bringen, was ihm jedoch von einem gerissenen und unheimlichen Mann während der Zugfahrt gestohlen wird. Zu seinem Glück lernt er Gustav und seine Freunde kennen, mit denen er gemeinsam die Verfolgung des Diebes aufnimmt.
Auch in diesem Jahr ist es wieder beeindruckend, was die jungen Schauspieler und Schauspielerinnen auf die Beine gestellt haben. Mit viel Witz und Charme wird das erste Kinderbuch Erich Kästners unter der Leitung von Regisseur Benedikt Bachert umgesetzt, wobei auch die Lektionen, die Kinder und auch Eltern aus der Handlung mitnehmen sollen, auf amüsante und erfrischende Art verpackt sind. Besonders beeindruckend ist die Professionalität, mit der alle Mitwirkenden in ihre Rollen schlüpfen und diese gekonnt ausfüllen. Dieses Stück, das von Anfang bis Ende mit Spannung und Leidenschaft erzählt wird, ist absolut sehenswert. Ein Muss für Jung und Alt in diesem Sommer.