Theaterakteure und Regisseur wurden mit Ovationen gefeiert
Rund 200 Gäste erlebten eine gelungene Premiere
Wetter gut, alles gut. Nach monatelangen Vorbereitungen und vielen Schweißperlen durften sich die 13 Akteure um Regisseur Jens Katzmarzik nach der gelungenen Premiere des Erwachsenen-Stückes „Verwandte sind auch Menschen“ (Erich Kästner und Eberhard Keinsdorff) die verdienten Lorbeeren abholen. Mit ihnen freuten sich am Samstag rund 200 begeisterte Gäste, die das Schauspiel-Ensemble beim großen Finale im Freilichttheater am Steinbruch noch lange feierten.
„Es hat alles bestens geklappt“, so ein hochzufriedener Vereinsvorsitzender Clemens Allweyer gestern im ET-Gespräch. Zum bombigen Premierenwetter passte das ausgelassene Publikum und die bestens aufgelegten Akteure. Und auch das Eröffnungskonzert des Musikvereins Vörstetten zur Einstimmung der Gäste im Rahmen eines Sektempfangs stieß auf großen Zuspruch. Großer Wehrmutstropfen: Mit dem kürzlich verstorbenen Armin Partzsch verlor der Verein ein engagiertes Gründungsmitglied und langjährigen Aktiven. Allweyer gedachte des „alten Theaterhasen“ und vielseitigen Allrounders (Vorstand, Regisseur und Akteur) mit großer Hochachtung und würdigte seine Verdienste für den Verein.
Die anspruchsvolle Familienkomödie traf exakt den Nerv des Publikums. Die Kästner-Geschichte um eine vorgetäuschte Erbschaft und ihre unerwarteten Folgen liefert den willkommenen Stoff für die anschließenden Verwicklungen und begeisterte durch ihren hintersinnigen Humor.
Die Story: Stefan Blankenburg (Marc Sommer) ist in jungen Jahren nach Amerika ausgewandert und macht dort das große Geld. Als er im Rentenalter in seine Heimat zurückkehrt, beschleicht ihn eine boshafte Idee: Als sein eigener Diener verkündet er sein Ableben und lässt die erbgierige Verwandtschaft zur Testamentseröffnung antanzen: ein Heidenspaß, den er bald bereut. Die vermeintlich geldgierige Verwandtschaft entpuppte sich in einem ganz neuen Licht.
Spielfreude pur: Der Zuschauer erlebte eine Komödie, die Lust machte auf mehr und einfach alles bot, was Theater so faszinierend macht. Glänzend inszeniert von Regisseur Jens Katzmarzik und umgesetzt von Akteuren, die vor Spielfreude nur so sprühten und mit ihrer Rolle auf Du und Du waren. So präsentierte sich ein gut aufgelegter Hauptdarsteller Leberecht Riedel (Marc Sommer) in seiner Paraderolle als Diener, ein energischer und pflichtbewusster Justizrat Ernst Klöckner (Clemens Allweyer), der den Justizbeamten alle Ehre machte, ein gewiefter und findiger Journalist Lothar Bildt (Gunter Hauß) oder der stark militärisch angehauchte Bürovorsteher Otto Zander und seine strammen Jungs und viele andere mehr. Und wer’s verpasst hat: Die nächste Vorstellung folgt am kommenden Freitag um 20.30 Uhr.